Ein Podcast des Trierischen Volksfreunds
So wurde aus Mathilde Theyssen die erste Medizinstudentin der Pariser Sorbonne
Veröffentlicht am 06.03.2025 / 20:00
Die Triererin Mathilde Theyssen und ihr Weg zum Medizinstudium sind das Thema unserer neuen Folge - denn die junge Frau schafft das vor 160 Jahren in einer männerdominierten Welt. Der Konzer Heimatforscher Willi Körtels kann mehr zur Biographie der Mathilde Theyssen berichten.
Mathilde Theyssen (1838-1936) wurde in Trier geboren und ging in Frankreich und dem damaligen preußischen Teil Polens zur Schule. Dort reifte der Wunsch heran, Medizin zu studieren - doch zu ihrer Jugendzeit war ein Studium für Frauen eine fast unmöglich zu meisternde Herausforderung. Erst 1899 sollten etwa Frauen in Deutschland zum Studium zugelassen werden, nur eine Handvoll Medizinnerinnen, die ihr Studium in anderen Ländern absolvieren konnten, arbeiten zu diesem Zeitpunkt in verschiedenen Städten. Dazu gehört auch Mathilde Theyssen: Sie schafft es im Jahre 1858, an der Pariser Fakultät für Medizin aufgenommen zu werden - und besteht die Ausbildung. Jahrzehntelang praktiziert sie anschließend als Ärztin in Straßburg. Nach dem Ersten Weltkrieg muss sie die Stadt verlassen, wird aber danach, hochbetagt, geehrt als "älteste Ärztin" Europas und als Vorkämpferin für Frauenrechte.
Willi Körtels ist Autor unter anderem eines Sammelbandes mit Biographien von 117 Frauen aus der Region Trier (mehr dazu: Link). Der Abschnitt über Mathilde Theysssen umfasst mehrere Seiten.
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